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Maibaum allgemein

Um es gleich vorweg zu nehmen - nein, auch wenn uns Corona heuer einen Strich durch die Rechnung gemacht hat - wir wechseln nicht das Metier.

Allerdings durfte sich ein Teil der Maibaumfreunde im Auftrag des Chronisten Ernst Keller aus Fürholzen im Rahmen eines Filmprojekts ein paar Tage in die Zeit um 1850 zurück versetzt fühlen. Unter der Leitung von Walter Thumann und Markus Loibl, welche auch das Drehbuch zusammen mit Keller entwickelt haben, fanden an 4 Drehtagen die Aufnahmen für den Film statt. Er handelt von einer Diebesbande rund um die Oberdirn Josepha, welche in Massenhausen ihren Dienst tat.

Da in den Lokalteilen des Merkurs und der SZ schon ausführliche Artikel veröffentlicht wurden, verweise ich hier auf diese:

Artikel im Merkur/Freisinger Tagblatt

Artikel in der SZ

Artikel im Neufahrner Echo

Soweit möglich wird das Ergebnis hier vorgestellt.

  • Maibaumdiebe_web


Zum ersten Mal in der Geschichte von Giggenhausen - zumindest gibt es keine Aufzeichnungen, die das Gegenteil behaupten - gelang es unserem Ort der Tradition entsprechend einen fremden Maibaum zu stehlen.

Chronologisch:

24.04.09, gg. 7.00 Uhr

Diebstahl des Allershausener Maibaums durch ca. 20 Männer aus Giggenhausen.
Interviews mit Phillipp Nadler werden noch am selben Tag von Radio Hitwelle ausgestrahlt.

25.04.09, später Nachmittag

Die Höhe der Auslöse wird ausgehandelt (über die Höhe wurde Stillschweigen vereinbart, unbestätigten Gerüchten zufolge wird der Maibaum mit Bier nicht unter 100 L und einem Rollbraten, der in etwa der Länge des Maibaums entspricht, ausgelöst).

27.04.09, ca. 18.00 Uhr

Der Maibaum wird wieder nach Allershausen verfrachtet. Der Zug von Giggenhausen umfasst ca. 50 Personen verschiedenster Altersgruppen. Er ist ca. 2 Stunden unterwegs. Auf dem Pellmeyerhof in Allershausen warten bereits zahlreiche Allershauser Bürger und begrüssen den Giggenhauser Zug mit Blasmusik, Brotzeit, Getränken und dem ein oder anderen Stamperl Schnaps!

Fazit:
Dass die Allershauser uns nicht allzu böse über den Maibaumdiebstahl sind, zeigt ein netter Artikel auf der Homepage der Feuerwehr Allershausen.
Alles in Allem kann man feststellen, dass der Maibaumdiebstahl in einer äusserst freundlichen und friedlichen Atmosphäre abgewickelt wurde - sowohl die Verhandlungen über die Auslöse als auch die Rückführung des Maibaums standen ganz im Zeichen der bayerischen Tradition. Und so kann man sagen, dass es beim Brauch des Maibaumstehlens nicht nur darum geht, einer Nachbarortschaft eins auszuwischen, sondern auch darum, die Dorfgemeinschaft zu stärken. Optimalerweise haben sowohl die "bestohlene" Gemeinde als auch die "diebische" ihre Freude daran - wenn man das Ganze mit Humor nimmt und respektvoll miteinander umgeht. Darum an dieser Stelle ein herzlicher Dank an die beteiligten Burschen, Mädl, Männer und Frauen von Allershausen!!
Die Maibaumdiebe aus Giggenhausen werden noch in vielen Jahren ihren Kindern und Enkelkindern von diesen Tagen erzählen...

01.05.09

Die Maibäume der beiden Ortschaften wurden aufgestellt.